Mehr über den Artikel erfahren Australien 2024, Reisetagebuch: 1. – 24 Juli, Canning Stock Route (CSR)
Die Canning Stock Route: das Abenteuer kann beginnen!

Australien 2024, Reisetagebuch: 1. – 24 Juli, Canning Stock Route (CSR)

Wir haben die berühmt/berüchtigte Canning Stock Route (CSR) unter die Räder genommen. Abwechslungsreich und vielfältig haben wir sie erlebt: Wir sind an vielen Salzseen vorbeigekommen, haben stundenlang Dünen überquert, wurden von alten Gebirgszügen und der Prärie überrascht und hatten das Privileg, die Wüste grün zu erleben. An der blühenden Flora konnten wir uns kaum sattsehen und der unglaublich weite Sternenhimmel sowie die nur von Vögeln und bellenden Dingos unterbrochene Stille haben uns immer wieder von neuem verzaubert. Tiere haben wir wenig gesehen. Zu üppig die Vegetation und zu reichlich die natürlichen Wasserquellen. Vom Leben in der Wüste zeugten jedoch die vielen Spuren im Sand: Kamele, Kängurus, Dingos, Echsen, Schlangen, Käfer, Vögel … Die Isoliertheit in dieser nach aussen manchmal lieblichen, in der Realität jedoch sehr harschen und lebensfeindlichen Natur, haben wir während den letzten drei Wochen verinnerlicht. Wir sind jetzt noch überzeugter, dass die Tagalong-Tour für uns der richtige Entscheid war. Die CSR verlangt Fahrer und Material alles ab. Die Wellblechpiste vergibt keine Mängel. Der Materialverschleiss ist riesig. Kaum ein Fahrzeug blieb von einem Schaden verschont. Um die Schäden am 4x4 zu minimieren, ist dreidimensionales Denken eine wichtige Voraussetzung. Die geringste Unaufmerksamkeit des Fahrers kann für das Fahrzeug fatal sein. Was haben wir von den Menschen in diesen drei Wochen gelernt? Die Aussies verlieren auch in schwierigen Situationen ihren Humor nicht. In einer Notsituation stehen alle zusammen und unterstützen sich.

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Chambers Pillar Historical Reserve

Australien 2024, Reisetagebuch: 15. – 31. Juni

Während einer Woche entdecken wir die Umgebung von Alice Springs. Wunderschöne Schluchten, magische und historische orte wie Chambers Pillar, Zeuge einer harten Vergangenheit wie die ehemaligen Goldminen von Arltunga. Ein sehr vielfältiges Bild. Australien hat für jeden Geschmack etwas zu bieten. Wir fahren dann Richtung Kings Canyon und staunen wieder über die gewaltige Kraft der Natur. Ayers Rock und die Olgas, obwohl sie von Touristen regelrecht überrannt sind, bleiben einen Besuch Wert.

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Coober Pedy: die Marsmenschen sind hier gelandet!

Australien 2024, Reisetagebuch: 31. Mai – 14. Juni

Wir möchten Coober Pedy, die weltberühmte Opalstadt, besichtigen. Wir verlassen Alice Springs in Richtung Süden und gestatten zuerst dem Rainbow Valley Conservation Park eine Stippvisite. Die farbigen Felsenformationen verschlagen uns die Sprache. In Kulgera übernachten wir in einem schäbigen Camping und müssen beim Überqueren der südaustralischen Grenze alle unsere Frischprodukte infolge Quarantänevorschriften entsorgen (welche Verschwendung!). 1.25 Millionen Minenschächte empfangen uns in Cooper Pedy. Es dauert eine Weile, bis sie uns in ihrem Bann zieht. Sind es die unzähligen Schutthaufen, die die Umgebung in einer Mondlandschaft umgewandelt haben, oder die atemberaubenden Breakaways, oder die bizarren Bauten? Egal … uns gefällt sie! Zurück in Richtung Norden führt uns eine Piste zum Painted Desert, eine Art Grand Canyon, und zum Oodnadatta Track. Von hier erreichen wir über Stock und Stein die Warmwasserquellen von Dalhousie Spring und werden von den Sandfliegen und Moskitos regelrecht aufgefressen. Im Old Andado Station bewundern wir die Ausdauer und den Mut von Molly Clark, eine ausserordentliche Persönlichkeit und Frau, die hier ihr ganzes Leben weit weg von der Zivilisation verbracht hat. Entlang des Binns Track durchqueren wir wunderschönen Wüstenlandschaften, mal grün, mal feuerrot, mal nass, mal staubtrocken und erreichen müde Alice Springs am späten Nachmittag.

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Tanami Road: 600km Schlammschlacht

Australien 2024, Reisetagebuch: 13. – 31. Mai

In Broome erleben wir am Cable Beach bis dato die schönsten Sonnenuntergänge. Der James Price Point, auf halben Weg in Richtung Cape Leveque (Dampier Peninsula), verschlägt uns mit seiner rauen Schönheit die Sprache. Wir entdecken majestätische Affenbrotbäume auf der Birdwood Downs Station und geniessen halbwegs geniessbare «Bangers» (Würste) am Lagerfeuer. Die Kimberleys leiden immer noch unter den Folgen der letztjährigen/diesjährigen Regenfälle. Wir entscheiden uns deshalb, nur bis zur pittoresken Bell Gorge und der rauen Lennard River Gorge zu fahren. Auf der Mt. Hart Station bekommen wir das beste Nachtessen serviert, das wir je in Australien gegessen haben. In Hall Creek verbringen wir mit mässigem Erfolg sechs Tage beim Goldsuchen. Das wahre Gold ist hier aber die Natur. Auf der Tanami Road werden wir vom Regen und von einer nie enden wollenden Schlammschlacht überrascht. Mit knapper Not schaffen wir es, trotzt aller Widrigkeiten nach Alice Springs zu gelangen.

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Mehr über den Artikel erfahren Australien 2024, Reisetagebuch: 6. – 12. Mai
Willkommen in Wittenoom

Australien 2024, Reisetagebuch: 6. – 12. Mai

Wir verlassen ungern Carnavon und erreichen in einem Kraftakt die Cheela Plains Station 550km nördlich. Hier verbringen wir zwei gemütliche Tage und geniessen die Kochkünste des Gastgebers. Der Karijini NP ist nur teilweise offen, so besichtigen wir die bildhübsche Harmesley Gorge und werden dort von Orden von gleichgültigen Touristen überrannt. In Nullagine nehmen wir die Skull Springs Road unter die Räder und tauchen währen 140 km in die Goldgräbergeschichte von 1886. Endlich in Marble Bar angekommen, versuchen wir erfolglos Gold zu suchen. Die Pioniere und die, die nach ihnen kamen haben leider eine saubere Arbeit geleistet.

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