Wir möchten Coober Pedy, die weltberühmte Opalstadt, besichtigen. Wir verlassen Alice Springs in Richtung Süden und gestatten zuerst dem Rainbow Valley Conservation Park eine Stippvisite. Die farbigen Felsenformationen verschlagen uns die Sprache. In Kulgera übernachten wir in einem schäbigen Camping und müssen beim Überqueren der südaustralischen Grenze alle unsere Frischprodukte infolge Quarantänevorschriften entsorgen (welche Verschwendung!). 1.25 Millionen Minenschächte empfangen uns in Cooper Pedy. Es dauert eine Weile, bis sie uns in ihrem Bann zieht. Sind es die unzähligen Schutthaufen, die die Umgebung in einer Mondlandschaft umgewandelt haben, oder die atemberaubenden Breakaways, oder die bizarren Bauten? Egal … uns gefällt sie!
Zurück in Richtung Norden führt uns eine Piste zum Painted Desert, eine Art Grand Canyon, und zum Oodnadatta Track. Von hier erreichen wir über Stock und Stein die Warmwasserquellen von Dalhousie Spring und werden von den Sandfliegen und Moskitos regelrecht aufgefressen. Im Old Andado Station bewundern wir die Ausdauer und den Mut von Molly Clark, eine ausserordentliche Persönlichkeit und Frau, die hier ihr ganzes Leben weit weg von der Zivilisation verbracht hat. Entlang des Binns Track durchqueren wir wunderschönen Wüstenlandschaften, mal grün, mal feuerrot, mal nass, mal staubtrocken und erreichen müde Alice Springs am späten Nachmittag.